Lektion 181: Pantomime

«Zwei Wörter» – «Das erste ist ein Hund… nein eine Katze.. ah nein Gehen, Gehen, GEHEN!!» – «Gopf! Ich hab doch schon lange gezeigt, dass das nicht das richtige Wort ist!»

pantomime._Foto von Paul Hudson_ Mime Artist
Mime Artist von Paul Hudson

Solch eine Situation kennen die Gesellschaftsspieler unter uns wahrscheinlich reichlich. Bei Spielen wie «Activity» oder der normalen «Scharade» werden die pantomimischen Aufgaben schnell mal zur Freundschafts- und Geduldsprobe, die unschön enden können. Doch was dem Laien manchmal als Herkulesaufgabe erscheint, ist für den Profi Pipifax. Die Kunst, komplexe Situationen lediglich durch Gestik und Mimik zu erklären und dabei keine Wörter zu verwenden, ist für den Pantomimen Alltag.

Historisch betrachtet war wohl der römische Pantomimus, eine Art virtuoser Solotanz, der Ursprung dieser Kunstform, welcher jedoch durch das Christentum verboten wurde. Erst mit dem Commedia dell’arte entstand im 16. Jahrhundert eine neuzeitliche Form der Pantomime, die sich schnell in der westlichen Welt verbreitete.

Heute gibt es verschiedene Techniken, wie ein Stück aufgebaut sein kann. Nach der Schule von Etienne Decroux oder auch nach der Technik seines Schülers Jean Soubeyran, wird die Pantomime als Vortrag angesehen, der aus einzelnen Sätzen besteht. Diese Sätze werden mit Körpertechniken ohne Worte dargestellt und erzählen so eine Geschichte. Neben der Körperspannung, den gymnastischen und mimischen Fähigkeiten ist auch die Maske für ein Pantomime von höchster Wichtigkeit. Denn durch sie verliert er seine menschliche Mimik und sondert sich so noch mehr vom Betrachter ab. Diese Distanz ermöglicht dem Künstler den Fokus des Publikums weg von seinem Gesicht und hin auf seinen Körper zu lenken.

Wer diese perfektvorgetragene Kunstform gerne einmal hautnah erleben möchte, der kann den spanische Pantomime Carlos Martinez live im Haberhaus auf seiner Reise durch die Wüste begleiten.

Deshalb:

http://nordagenda.ch/Carlos-Martinez—-Fata-Morgana—-nordagenda-101847.html

So, genug für heute. Fuxt schön weiter, nicht die Finger verbrennen und bis zur nächsten Lektion.

PS: Zur Repetition des Lernstoffes und als Vorbereitung zur Prüfung empfehlen Dir die Lehrbeauftragten von nordagenda.ch folgende Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pantomime