LEKTION 257: Tag der Pressefreiheit

LEKTION 257: Tag der Pressefreiheit

Heute ist Tag der internationalen Pressefreiheit. An diesem wird seit 1994 immer am 3. Mai auf Verletzungen der Pressefreiheit sowie auf die grundlegende Bedeutung freier Berichterstattung aufmerksam gemacht.

Damit wir wissen, was auf der Welt alles passiert, nehmen Journalisten vieles in Kauf. Dies gilt vor allem für Journalisten die in Ländern engagiert sind, in welchen der Journalismus nicht gerne gesehen wird. Sie bringen sich selbst in Gefahr um den Rest der Welt auf den neusten Stand bringen zu können.

Wir stellen euch die vier gefährlichsten Länder für Journalisten und den Journalismus allgemein vor.

1. Syrien

Täglich werden wir mit News aus Syrien versorgt. Eine Selbstverständlichkeit. Doch der schon Jahre dauernde Krieg hat Syrien zum gefährlichsten Land für Medienschaffende gemacht. Hier gibt es dutzende Möglichkeiten ins Gras zu beissen. Zufällig, durch einen feindlichen Luftschlag oder Artilleriebeschuss oder dann gezielt von Sicherheitskräften des Regimes oder den Dschihadisten.

2. Afghanistan

Hier leidet der Journalismus unter Terrorismus. Obwohl die Terroristen sich gegen die Regierung wendet und versucht gegen diese Krieg zu führen, können Journalisten auch ein Ziel für die Regierung werden. Sie akzeptieren die Unabhängigkeit der Medien nicht. Die grösste Gefahr geht allerdings von den Islamistengruppen aus. Sie versuchen die Medien mit Hinrichtungsvideos zum Schweigen zu bringen.

3. Mexiko

Das südamerikanische Land ist das gefährlichste Land für den Journalismus, ausserhalb von Kriegsgebieten. Den Drogenkartellen sind die Medienschaffenden ein Dorn im Auge. Durch Mord, Entführungen und anderen Gewaltakten, versuchen Verbrecherkartelle die Medien über ihr Treiben abzuschrecken. Die Kartelle bekommen dafür auch tatkräftige Unterstützung der Polizei, die oft nur untätig zusieht.

4. Irak

Im Irak sind Journalisten vor allem von der Terrormiliz IS bedroht. Korrespondenten werden in irakische Truppen welche gegen den IS kämpfen «eingebettet» um ihnen mehr Sicherheit geben zu können. Trotzdem werden im Irak Journalisten gezielt von Scharfschützen und Selbstmordattentäter heimgesucht.

Jornalisten in Krisengebieten setzen für einen kurzen Videobericht, eine kleine Berichterstattung ihr Leben aufs Spiel. Sie sind die eigentlichen, stillen Helden. Sie werden zum Beispiel bei Rückkehr nicht gelobt, geehrt oder gefeiert, sondern machen ihre Arbeit und bereiten sich auf die nächste gefährliche Reise vor.

So, genug für heute. Fuxt schön weiter und bis zur nächsten Lektion.

https://www.srf.ch/news/international/die-fuenf-gefaehrlichsten-laender-fuer-journalisten