LEKTION 302: I Have A Dream

LEKTION 302: I Have A Dream

Man hört ihn – diesen Satz – und weiss um was es sich handelt. Heute beschäftigen wir uns mit dem amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. Genau heute vor 50 Jahren verlor er sein Leben durch ein Attentat.

In den Vereinigten Staaten hatte dieses Attentat ähnliche mediale Aufmerksamkeit wie das Attentat auf John F. Kennedy. Welche Theorien zu Kennedys Mord aufgestellt wurden könnt ihr übrigens in dieser Lektion nachlesen.

Wir blicken zurück:

Das Attentat

Vor einer weiteren geplanten Demonstration in Memphis, Tennessee, wurde der Bürgerrechtler auf dem Balkon des Morraine Motels erschossen. Er war in Begleitung von zwei FBI-Agenten, deren erste Hilfe zu spät kam. Das ehemalige Motel ist heute ein Museum, das National Civil Rights Museum.

Das hatten wir doch schon

Luther King Jr. wurde aus einem Raum gegenüber dem Motel getötet. Dort fand man die Schusswaffe und dazu lediglich zwei Fingerabdrücke eines Kleinganoven namens James Earl Ray. Dieser wurde nach zweimonatiger Flucht gefasst und gestand die Tat. Wenige Tage später widerrief er sein Geständnis und beteuerte seine Tat über Jahrzehnte. Verschwörungstheoretiker vermuteten, dass Ray ein «Alibi-Täter» der US-Regierung war, genau gleich wie Lee Harvey Oswald beim Kennedy-Attentat. Doch auch nach allen offiziellen Untersuchungen, konnte nicht sicher belegt werden, dass der Attentäter nicht selbst gehandelt hat.

Übrigens: James Earl Ray starb im Jahr 1998 im Gefängnis.

Wirklich ein Sündenbock?

Ray war kein intelligenter Dieb. Bei seinen «kleinen» Überfällen wurde er immer rasch gefasst, was im Kontrast zu seiner zweimonatigen Flucht stand. In dieser Zeit passierte er diverse Sicherheitskontrollen an Flughäfen und wandte dabei raffinierte Tricks an. Ein bisschen Licht ins Dunkel brachte der ehemalige Sheriff Jim Green. Er behauptete ein Teil einer Verschwörung zur Ermordung von King Jr. zu sein. Demnach wurde Ray nach seiner Entlassung sofort als Sündenbock angeheuert. Zudem behauptete er das Ray während seiner gesamten Flucht vom FBI überwacht wurde. Rays und Greens Aussagen trafen in vielen Punkten überein. Zum Beispiel nannten beide Namen von Verschwörern, unter anderem den damals stellvertretenden FBI-Chef Cartha DeLoach, der die Verschwörung angeblich leitete.

Ungeklärt

Der Fall wurde nochmals vor Gericht getragen, als Lloyd Jowers in einem Interview behauptete, 100‘000 US-Dollar für die Anwerbung eines Killers erhalten zu haben. Bei dem Killer handelte es sich nach seinen Aussagen nicht um James Earl Ray. Die Familie von Martin Luther King Jr., die nicht an eine Täterschaft Rays glaubte, strengte daraufhin ein Zivilgerichtsverfahren wegen fahrlässiger Tötung an, dessen Geschworene 1999 übereinkamen, dass es sich bei dem Attentat auf King um eine Verschwörung von Mitgliedern der Mafia und der US-Regierung gehandelt habe. Da diese Behauptungen aber nur vom Hörensagen kamen, konnte der Regierung nie wirklich etwas Handfestes nachgewiesen werden – Der Fall blieb ungelöst.

Trotz seiner Ermordung, hat Martin Luther King Jr. seinen Traum verwirklichen können, auch wenn er ihn selbst nicht miterleben konnte.

So, wir sind am Ende unserer heutigen Lektion angekommen. Lasst euch inspirieren von euren Träumen und wir sehen uns zur nächsten Lektion.

https://de.wikipedia.org/wiki/Attentat_auf_Martin_Luther_King